Das Kreuz gehört zum Anwesen der Familie Köppl vlg. Karrer in Görlitzen, Gemeinde Bad St. Leonhard. Das Kreuz in der heutigen Form stammt vermutlich aus der Mitte des 19. Jh. Eine barocke Holzfigur, die Geißelung Jesu darstellend, lässt allerdings den Schluß zu,dass ein Kreuz schon Ende 17.Jh. oder Anfang 18. Jh. bestand.In der Kreuznische, hinter einem kunstvoll geschmiedeten Eisengitter befindet sich eine Muttergottes Statue. Der vorspringende Giebel wird von zwei geschnitzten Holzsäulen getragen,die auf einem Steinsockel ruhen. Die Giebeldecke ziert die Malerei einer Taube als Symbolfigur des hl. Geistes.In einer Nische des Giebeldreiecks, ebenfalls geschützt durch ein schmiedeeisernes Gitter, befindet sich die barocke Holzfigur, die Geißelung Jesu darstellend.
Im 17. Jahrhundert wütete in der Umgebung von Bad St. Leonhard vom Osten kommend die Pest. Die Bürger von St. Leonhard schützten sich durch das Schließen der Stadttore während der Seuchengefahr. Einem Gelübde zufolge veranstalten sie alljährlich eine Votivprozession nach Hirschegg, umgekehrt pilgern die Hirschegger nach Bad St. Leonhard. Das Karrer Kreuz liegt auf diesem Pilgerweg und ist Gebets- und Raststation dieser Prozessionen. Es liegt nahe,dass an dieser Stelle bereits seit Beginn dieser Prozessionen ein Kreuz besteht.
Muttergottes-Statue
Barocke Holzfigur (Geißelung Jesu)
Bad St. Leonhard im Lavanttal
Bad St. Leonhard, Görlitzen 1, Anwesen Familie Köppl vlg. Karrer
Görlitzen 1
9462 Bad St. Leonhard
Ursprung barock, heutige Form vermutl.Mitte 19.Jh.
unbekannt
Fam. Köppl vlg. Karrer
| Kategorie | Bildstöcke / Wegkreuze |
| Gemeinde | Bad St. Leonhard im Lavanttal |
Bad St. Leonhard im Lavanttal
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