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Jekl-Kapelle

Foto: Alojz Pristavnik 2010

Jekl-Kapelle

Jekl-Kapelle - Bild 1

Beschreibung

Die Jekl-Kapelle ist Kapelle eines geschlossenen Typs mit einem ziemlich großen Zeltdach, worauf ein Holzkreuz steht. Das Dach ist mit Eternit bedeckt. Den Eingang in die Kapelle verschließt eine hölzerne Tür. An den seitlichen Wänden sind zwei kleinere Fenster.

Legende, Geschichte, Sage

Der Bauernhof Jekl liegt auf 1331 m über dem Meeresspiegel. Nach der Erzählung von Simon Polanšek, vulgo Lipold, begann der Jekl-Bauernhof im Jahr 1524 zu wirtschaften. Eine sehr schwierige Zeit für die Familie war, als alle Familienmitglieder im Jahr 1947 nach Kočevje ausgesiedelt wurden. Die Einheimischen wussten nicht warum sie ausgesiedelt wurden, weil sie den ganzen Zweiten Weltkrieg die Partisanen unterstützten. Bei der Aussiedlung kamen die Arbeiter von UDBA, die die Familie, die 1 Stunde für die Vorbereitung hatte, auf die Abreise vorbereiteten, sie entführten und sich viele Wertsachen aneigneten. In Kočevje blieb die Familie bis zum Jahr 1954, als sie auf den verwüsteten Gutshof zurückgehen konnten. In der Zeit der Verbannung nach Kočevje verfiel die Kapelle langsam, weil sie von den Soldaten der jugoslawischen Volksarmee, die auf der naheliegenden Militärwache den Grundwehrdienst dienten, zerstört wurde. Manche benutzten die Kapelle für eine Toilette und schrieben verschiedene Zahlen und geschmacklose Aussagen an die Wände. An den inneren Wänden waren einst ein Bild der Sonne, des Mondes und einer Taube (der Heilige Geist) und einige andere Bilder gemalt. Diese Bilder waren ganz zerstört und mit Zahlen überdeckt. Die Soldaten zerstörten auch die Marienstatue. Die Einheimischen stellten nach der Rückkehr ein Kruzifix auf. Die Kapelle wurde das erste Mal im Jahr 1976, das zweite Mal aber im Jahr 1995 renoviert. Auf den Jekl-Bauernhof kamen auf ihren Sommerurlaub sehr gern auch der Bischof von Maribor Dr. Maksimiljan Držečnik und sein Sekretär Peter Grobelnik.
Quelle: Igor Glasenčnik, Znamenja, kapele in križi v Mežiški, Mislinjski in Dravski dolini, Koroški tednik, Jahr 3, Nr. 6, 11. Februar 1999, Seite 7.; mündliche Quelle: Alojz Pristavnik, März 2011.

Motive / Inschriften

In der Vergangenheit war in der Kapelle eine Muttergottesstatue Maria von Lourdes, jetzt ist darin schon einige Zeit ein Bild der Jungfrau Maria.

Gemeinde

Črna na Koroškem

Standort

Die Kapelle steht in der Nähe des Jekl-Bauernhofes, Koprivna 26, am Obstgartenende.
Koprivna 26
2393 Črna na Koroškem

Entstehungszeit

Wende vom 19. zum 20 Jahrhundert, renoviert 1976, 1995.

Eigentümer / Betreuer

Familie vulgo Jekl

Dazu im Lexikon