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Herzogstuhl

Foto: Josef Suntinger 2009

Herzogstuhl

Herzogstuhl - Bild 1

Foto: Josef Suntinger 2009

Herzogstuhl

Herzogstuhl - Bild 2

Foto: Josef Suntinger 2009

Herzogstuhl

Herzogstuhl - Bild 3

Foto: Josef Suntinger 2009

Herzogstuhl

Herzogstuhl - Bild 4

Foto: Josef Suntinger 2009

Herzogstuhl

Herzogstuhl - Bild 5

Foto: Josef Suntinger 2009

Herzogstuhl, Beschreibung Landesmuseum Kärnten

Herzogstuhl - Bild 6

Foto: Josef Suntinger 2009

Herzogstuhl, Beschreibung Landesmuseum Kärnten

Herzogstuhl - Bild 7
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Beschreibung

Der Kärntner Herzogstuhl, zum Teil aus antiken Steinstücken aus Virunum zusammengefügt, besteht aus zwei Sitzen mit gemeinsamer Rückenlehne, dem "Herzogsitz" im Osten, und dem "Pfalzgrafensitz" im Westen. In dieser einzigartigen Form wurde der Herzogstuhl, unbekannt wann, frühestens aber vermutlich in karolingischer Zeit (9. Jh.) errichtet. Er diente offiziellen Rechtshandlungen, auf die schon die Bezeichnung "sedes tribunalis" (Richterstuhl), "solium ducatus karinthie" (thron des Herzogtums Kärnten) und "Lehensstuhl" hinweisen. Sicher nachweisbar saß hier am 1. September 1286 der vom deutschen König Rudolf I. mit Kärnten belehnte Herzog Meinhard von Görz-Tirol zu Gericht, verteilte die Lehen des Landes und nahm die Huldigung der "Herren" entgegen. Durch die mit ihm verbundenen – zum letzten Mal am 12. September 1651 hier ausgeübten – Rechtsbräuche wurde der Herzogstuhl zu einem Sinnbild für die Eigenberechtigung und Selbständigkeit des Landes Kärnten.

Landesmuseum für Kärnten

Legende, Geschichte, Sage

Beim Fürstenstein, einem antiken Säulenfragment im Bereich der karolingischen Pfalz Karnburg, im Dom zu Maria Saal und am Herzogstuhl erfolgten die für die Rechtsgeschichte einzigartigen Zeremonien der Herzogseinsetzung in Kärnten. Abt Johann von Viktring beschreibt sie erstmalig ausführlich im Zusammenhang mit der Einsetzungsfeier von Graf Meinhard II. von Görz-Tirol 1286 als Herzog von Kärnten. Der neue Herzog wird am Fürstenstein durch den "Herzogbauer" (einen ländlichen Freisassen) in slawischer Sprache befragt, wer er sei, ob er ein gerechter Richter sein wolle und ob er ein Bekenner und Verteidiger des christlichen Glaubens sei. Nach dem Hochamt im Maria Saaler Dom schließen die Zeremonien am Herzogstuhl mit Eidleistung, Bestätigung der Rechte und Freiheiten, Bestätigung oder Neuvergabe von Lehen sowie der eigentlichen Huldigung. Urkundlich erstmals belegt ist die Herzogseinsetzung von Herzog Hermann von Spanheim 1161.

Motive / Inschriften

Tafeln mit dreisprachiger Beschreibung (Deutsch, Englisch, Slowenisch)

Gemeinde

Maria Saal

Standort

Am Zollfeld nahe Maria Saal, an der Bundesstraße nach St. Veit an der Glan

Dazu im Lexikon