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Herman-Kapelle

Foto: Vinko Skitek 2010

Herman-Kapelle neben der Straße.

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Foto: Vinko Skitek 2010

Front der Kapelle.

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Foto: Vinko Skitek 2010

Herman-Kapelle.

 - Bild 3

Foto: Vinko Skitek 2010

Neugotische Zierelemente im gespitzten Portalbogen.

 - Bild 4

Foto: Vinko Skitek 2010

Gegliederter Portalteil des Innenraumes der Kapelle mit Heiligenfiguren.

 - Bild 5
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Beschreibung

Die Kapelle eines Rechteckgrundrisses hat einen Dreiachtelanschluss, eine Holzbedachung und Spitzöffnungen. Der Bau ist vorwiegend steinig.
Die Kapelle ist aus dem heimischen Stein gebaut und verputzt. Auf dem Dach herrscht ein kleiner Turm, der zusammen mit linkem und rechtem Fenster einer kleinen Kirche mit gotischem Hauch ähnelt. Besonders interessant sind Stuckaturen und in die Apsis gedrückte innere Altarausführung. Die Bemalung ist kaum zu erkennen, aber die Kapelle ist sehr schön mit Statuen ausgestattet. Einmal hatte sie ein Beton- (1906), heute aber ein Lärchenschindeldach.

Legende, Geschichte, Sage

Die Herman-Kapelle wurde als eine kleine Kirche gebaut. Angeblich soll in der Zeit der Besiedlung von Mlake und Pernice gleichzeitig mit dem ursprünglichen Gebäude (für Menschen und Tiere zusammen) eine kleinere und bescheidenere Kapelle gebaut werden.
Die heutige Kapelle ist auch ein Dankobjekt für die Fertigstellung des damals wirklich mächtigen Herman-Gehöftes und zwar der alten Häuser und der Hütte (des Getreidespeichers) auf dem Hof, die ursprünglich auch als eine Wohnung für die Menschen diente, also schon getrennt von der Scheune und dem Stall war. Der Bauernhof hatte auch eine Schmiede. Zugleich diente die Kapelle auch als ein Dankeschön für einen Sohn nach vier oder sogar fünf Mädchen.
Am wahrscheinlichsten ist die Erzählung, dass die Kapelle als ein Gelübde für eine glückliche Entwicklung und das Wachstum des einzigen männlichen Nachkommens gebaut wurde. Bei der Taufe veranstalteten sie ein großes Familienfest und in dieser großen Menge fiel das Kind zu Boden und blieb kaum am Leben. Die Großmutter erzählte, dass das Kind aus beiden Ohren blutete. Das Kind blieb tatsächlich am Leben, war taubstumm, aber auf keinen Fall beschränkt, sondern im Gegenteil richtig witzig und momentweise angenehm schelmisch und immer freundlich zu Menschen und Tieren. Außer dem Rede- und Hörvermögen, fehlte ihm nichts.
Das stellte auch ein deutscher Anthropologe fest, als wir als Rind vor der Kommission in Gortina standen. Das Kind blieb zu Hause. Fragt sich wer, wohin viele Notleidende verschwanden? Man sagte, in ferne wundervolle Heime, aber niemand erfuhr niemals wo diese waren.

Die renovierte Kapelle wurde nochmals am 21. Mai 2005 vom Priester Jože Berginc aus Muta gesegnet.

Quelle: Kristl Valtl, Kapelice, cerkve in drugi kulturni spomeniki na območju občine Muta, Maschinenschrift, Muta, 2010

Gemeinde

Muta

Denkmalschutznummer

25554

Entstehungszeit

1906; Renovierung 2001/2004