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Hadaniger Bildstock - Oberes Schuschnig Kreuz

Foto: Wolfgang Wanker 2010

Hadaniger Bildstock - Oberes Schuschnig Kreuz - Bild 1

Foto: Wolfgang Wanker 2010

Hadaniger Bildstock - Oberes Schuschnig Kreuz - Bild 2

Foto: Wolfgang Wanker 2010

Hadaniger Bildstock - Oberes Schuschnig Kreuz - Bild 3
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Beschreibung

Von den ursprünglich 14 Bildstöcken des "alten Schuschnig", wie Kaspar Stoiff genannt wurde, sind noch vier und ein Wegplatz am heutigen Sportplatz erhalten. Sie sind in einem bemitleidenswerten Erhaltungszustand und sollen nun in einer großangelegten Aktion, initiiert von der Fam. Rheindt-Wanker, mit Unterstützung der Gemeinde, des Landes Kärnten und des Kärntner Bildungswerks saniert und im Rahmen eines Künstlerwettbewerbs mit zeitgenössischer Kunst ausgestattet werden. Begonnen wird mit der Sanierung und Neugestaltung des sog. "Gaschparle Kreuzes".

Legende, Geschichte, Sage

Dass „der alte Schuschnig“ von den älteren Techelsbergern nicht so schnell vergessen wird, sorgen seine ehemalig 14 Wegkreuze und seine Privatkirche. Diese Kirche sollte den Heiligen Drei Königen geweiht werden, wie noch vorhandene Inschriften und Deckenmalereien bezeugen. Die Kirche wurde jedoch nie geweiht, was mit der Tatsache zu tun hatte, dass der Grundstein der Kirche nicht geweiht war. Alten Bewohner von Techelsberg erzählen aber, dass der alte Schuschnig vom Ordinariat verlangt hätte, dass die Opfergelder ihm und seinen Nachfolgern gehören sollten. Auf diesen Handel habe sich das Ordinariat nicht einlassen wollen und so seinen Segen versagt. Eine solche Eintragung im Kirchenbuch wird bestätigt. Anstelle des Altares stand ein Bildstock aus dem Jahre 1869. Dieser Nischenbildstock wurde zwar geweiht, doch eine Messerlaubnis gab es dafür nicht.

Am Fronleichnamstag und zu den Bittprozessionen wurde in der Kapelle ein Evangelium verlesen. Am Beginn der 60er Jahre wurde aus der alten Kapelle ein Lagerhaus für die Landwirtschaftliche Genossenschaft und 20 Jahre später ein Einstellplatz für den ÖBB Linienbus.

In Kasper Stoiffs religiösem Nachlass waren noch acht Nischenbildstöcke, zwei Holzkreuze mit gusseisernem Korpus Christi, und drei gemauerte Tabernakelstöcke. Heute sind nur noch fünf der insgesamt 14 Bildstöcke erhalten, die übrigen mussten dem Straßenbau weichen. Der Älteste und heute noch erhaltene Bildstock trägt die Jahreszahl 1855.

Motive / Inschriften

Kreuzigung
Herz Jesu Darstellung
Herz Marien Darstellung

Gemeinde

Techelsberg am Wörther See

Standort

Hadanig, Techelsberg

Entstehungszeit

19. Jh.

Eigentümer / Betreuer

Fam. Rheindt-Wanker