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Gedenktafel den gefallenen und vermissten Slowenen,

Foto: Vinko Skitek 2010

Gedenktafel den gefallenen und vermissten Slowenen,

Gedenktafel den gefallenen und vermissten Slowenen - Bild 1

Beschreibung

Die Gedenktafel ist aus Tonalit von Pohorje gemacht und hat eine rechteckige Form. Darauf befinden sich die Namen von allen Mobilisierten und die Widmungsschrift.

Legende, Geschichte, Sage

In diesen Ortschaften begann die Mobilisierung schon im Herbst 1941, als die ersten Aufforderungen kamen. Diese »Stellungen« waren vor allem in den Jahren 1942, 1943 zahlreich und noch gewaltsam, als sie die Jungen einfach zu Hause abholten. Im Tal zwischen der deutschen Bevölkerung, nicht vergessen, in Muta war die Mehrheit deutsch oder germanisiert, fanden sich auch einige Freiwillige, was eine besondere Ehre für die Familie bedeutete. Ziemlich viele Freiwillige kamen auch aus Gortina, Pernice und Mlake.
So konnte man eine größere Zahl unserer Jungen in mechanisierten Einheiten und sogar in Fliegereinheiten finden. Die anderen gingen vor allem in die Infanterieeinheiten.
Unsere Orte zahlten einen großen Blutzoll, nur wenige kamen zurück. Andere waren behindert, krank aber nur seltene gesund.
Diese wurden immer wieder gefoltert, verhört, eingesperrt und sofort zur Wehrdienst geschickt. Nach Erzählungen wurden viele einem besonderen Drill und der Demütigung ausgesetzt, weil sie deutsche Soldaten waren. Wenn das bekannt wurde, trauten sich einige gar nicht nach Hause zu gehen, versteckten sich sich und fielen somit unter noch schwerere Verdächtigungen. Etwas besser ging es denen, die in Österreich oder sogar in Deutschland blieben. Erst in der Mitte der Achtziger des vorigen Jahrhunderts wurde der erste Ausschuss der zwanghaft Mobilisierten organisiert. Dieser half in erster Reihe den Einzelnen bei der Geltendmachung ihrer Rechten aus Deutschland.
Erst danach begann man mit dem Errichten von Gedenktafeln. Die erste Gedenktafel am Ende der Siebziger wurde eher heimlich errichtet und zwar in der Kirche in Pernice. Die Kenner sagen, dass die Gedenktafel in Muta nicht vollständig ist und dass einige vergessen wurden.
Quelle: Kristl Valtl, Kapelice, cerkve in drugi kulturni spomeniki na območju občine Muta, tipkopis, Muta, 2010.

Motive / Inschriften

ZUM GEDENKEN
an alle gefallene und vermisste Slowenen, die in den Jahren 1942-1945 aus Muta und Sv. Primož in die deutsche Armee mobilisiert wurden.

Verein der Mobilisierten und Gemeinde Muta 1999

Gemeinde

Muta

Standort

Die Gedenktafel befindet sich an der Friedhofsmauer des alten Friedhofes in Muta.

Entstehungszeit

1999

Eigentümer / Betreuer

Verein der Mobilisierten und Gemeinde Muta

Dazu im Lexikon