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Galgen Straßburg

Foto: Gottfried Wernig 2009

Gesamtansicht der beiden Pfeiler

Galgenbichl - Bild 1

Foto: Gottfried Wernig 2009

Östlicher Pfeiler

Galgenbichl - Bild 2

Foto: Gottfried Wernig 2009

Westlicher Pfeiler

Galgenbichl - Bild 3

Foto: Gottfried Wernig 2009

Löcher im Waldboden (zugeschüttete Schächte ? Gräber ?)

Galgenbichl - Bild 4
Thumb 1 Thumb 2 Thumb 3 Thumb 4

Beschreibung

Östlich von Straßburg stehen auf einem Hügelzug nördlich der Bundesstraße noch 2 gemauerte Steinsäulen des einstigen Galgens.
Die Säulen sind ca. 4 m hoch und stehen in einem Abstand von ca. 5 m. Wegen des dichten Unterholzes waren diese lange Zeit nur schwer zu finden. Ganz in der Nähe sind Löcher im Waldboden (zugeschüttete Schächte ? Gräber ?).
Im März 2011 hat die Jungfeuerwehr von Straßburg den Galgen, der einst die Hinrichtungsstätte für die Hochgerichtsbarket der Bischöfe von Gurk war, freigeschlägert. Durch das Engagement der Feuerwehr kann man die beiden vier Meter hohen Steinsäulen nun wieder besichtigen.

Öffentlich zugänglich.

Legende, Geschichte, Sage

Im fürstbischöflichen Straßburg wurden in der frühen Neuzeit die mit Abstand meisten und größten Hexenprozesse der Region Kärnten veranstaltet. Das geht etwa aus der "Carinthia I - Zeitschrift für geschichtliche Landeskunde von Kärnten", Jahrgang 2004 hervor. Hier gibt es einen ausführlichen Beitrag des Historikers Jerzy Gaul mit dem Titel "Quellen zu Prozessen über Hexerei in Kärnten (1465 - 1782) im Staatsarchiv Posen". Demnach wurden in Strassburg während des 17. Jahrhunderts mindestens 31 Hexenprozesse durchgeführt. Am schlimmsten wüteten die Hexenjäger in den Jahren 1786 und 1787. Da wurden bei einem einzigen Prozess mehr als 50 'zauberische Wesen' angeklagt und hingerichtet - wahrscheinlich am Galgenbichl östlich von Strassburg. Eine detailierte historische Aufarbeitung der Hexenjagden im Gurktal steht noch aus, die Arbeit von Jerzy Gaul bietet dafür eine ausgezeichnete Basis.

Die Legende spricht von einem unterirdischen Gang zwischen Schloß Straßburg und dem Galgen. Es ist aber ziemlich unrealistisch, dass ein solcher Aufwand für einen Verurteilten gemacht wurde.

Bisherige Anmerkungen:

08.03.2011 | 12:54 | Helge Stromberger

Im fürstbischöflichen Strassburg wurden in der frühen Neuzeit die mit Abstand meisten und größten Hexenprozesse der Region Kärnten veranstaltet. Das geht etwa aus der "Carinthia I - Zeitschrift für geschichtliche Landeskunde von Kärnten", Jahrgang 2004 hervor. Hier gibt es einen ausführlichen Beitrag des Historikers Jerzy Gaul mit dem Titel "Quellen zu Prozessen über Hexerei in Kärnten (1465 - 1782) im Staatsarchiv Posen". Demnach wurden in Strassburg während des 17. Jahrhunderts mindestens 31 Hexenprozesse durchgeführt. Am schlimmsten wüteten die Hexenjäger in den Jahren 1786 und 1787. Da wurden bei einem einzigen Prozess mehr als 50 'zauberische Wesen' angeklagt und hingerichtet - wahrscheinlich am Galgenbichl östlich von Strassburg. Eine detailierte historische Aufarbeitung der Hexenjagden im Gurktal steht noch aus, die Arbeit von Jerzy Gaul bietet dafür eine ausgezeichnete Basis.

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Gemeinde

Straßburg

Standort

ca. 3 km östlich von Straßburg

Dazu im Lexikon