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Alter Grenzstein am Zollner Törl

Foto: Hannes Guggenberger 2019

Blick nach Norden über den Gailbergsattel zur Schobergruppe

Alter Grenzstein - Bild 1

Foto: Hannes Guggenberger 2019

Grenzstein-Fragmente

Alter Grenzstein - Bild 2

Foto: Hannes Guggenberger 2019

Grenzstein Detail

Alter Grenzstein - Bild 3

Foto: Hannes Guggenberger 2019

K.u.k. Militärgeographisches Institut, 1881

Alter Grenzstein - Bild 4
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Beschreibung

Der Grenzstein findet sich am Zollner Törl/ Passo Pecol di Chiaula auf 1.787 m Seehöhe an der österreichisch-italienischen Staatsgrenze. Er besteht aus losen Einzelteilen und ist aus dem lokalen Kalkstein gefertigt. Zusätzlich zur Jahreszahl 1887 finden sich am Grenzstein weitere Zeichen, somit ist ein früheres Entstehungsdatum denkbar.

Legende, Geschichte, Sage

Der lokal wichtige Übergang wurde bis zum 1. Weltkrieg als Collendiaul Törl bezeichnet und war bereits in der Früh- und Urgeschichte von Bedeutung. Auf den umliegenden Almen fanden sich Jungsteinzeitliche Rastplätze (Waidegger Alm, Malga Pecol di Chiaula). Südlich bei Paularo liegt die in die Latène- und Hallstattzeit zurückreichende Ausgrabungsstätte Misincinis, nördlich die Gurina bei Dellach. Der Zollner wird als Salderia am 8. Juni 1300 beim Verkauf von Promos als angrenzender Berg (Alm) angeführt.
Das weitläufige Almgebiet findet wieder Erwähnung 1381 als Saldir im Lesacher Urbar der Görzer Grafen. Heute noch wird der Zollnersee in Paularo "Lago di Saldieres" genannt. Es ist möglich, dass Zollner/ Saldir auf das vorrömische Wort Sal für fließendes Gewässer zurückgeht. Seit 1444 ist der Zollner im Besitz der Nachbarschaft Dellach.
Über das Zollnertörl ist heute der Karnische Höhenweg Nr. 403 sowie die Zollnerseehütte mit dem Rifugio Fabiani und der italienischen Höhenwegvariante verbunden.

Motive / Inschriften

1887

Gemeinde

Dellach

Standort

Zollnertörl

Entstehungszeit

1887