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Fassadenmalerei vulgo Haberl

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2013

Fassadenmalerei vulgo Haberl 1

Fassadenmalerei vulgo Haberl - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2013

Fassadenmalerei vulgo Haberl 2

Fassadenmalerei vulgo Haberl - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2013

Fassadenmalerei vulgo Haberl 3

Fassadenmalerei vulgo Haberl - Bild 3
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Beschreibung

Eine großflächige Darstellung des ehemaligen Gasthofes Haberl ziert die westliche Fassade des heute nur mehr als Wohnhaus genutzten Gebäudes in St. Gregorn südlich von Brückl. Die Jahreszahl 1838 am unteren Bildrand bezieht sich vermutlich auf das Jahr der Errichtung des Gebäudes. Hier war laut ersten Aufzeichnungen ab 1906, vermutlich aber auch schon früher ein Gasthaus untergebracht, welches bis 1963 bestand.

Legende, Geschichte, Sage

Das Bild auf der Hausfassade entstand 1992 und wurde von dem Maler K. Ramschak nach alten Fotos gemalt, auf welchen neben dem einstigen Gasthaus auch noch die ehemalige Filialkirche von St. Gregorn zu sehen ist.

Diese Kirche wurde urkundlich 1619 erstmals erwähnt, vermutlich vor dem 2. Weltkrieg profaniert und verfiel in den Jahhrzehnten nach dem Krieg. Die Reste des Mauerwerkes wurden in den 1960-Jahren für ein Wirtschaftsgebäude genutzt. Die Kirche umfasste ursprünglich einen 7,5 x 11 m großen Saalraum mit einer hölzernen Flachdecke, die noch 1948 bemalt war und danach verputzt wurde. An der Südseite des heutigen Wirtschaftsgebäudes sind bis heute das einfache Rundbogenportal der Kirche und zwei nach 1964 vergrößerte Fenster erhalten geblieben.

Der Kirchenbau geht in die romanische Zeit (12./13. Jh.) zurück und war entweder die Eigenkirche eines Gutshofes für das Meierschaftspersonal oder wurde vom Gurker Domkpitel errichtet, dem die beiden alten Bauerngüter des Ortes untertan waren. 1619 wird St. Gregorn als Filiale von Brückl genannt. 1921 hat ein Blitzschlag den Dachreiter zerstört. Ein Wiederaufbau unterblieb wegen fehlender Geldmittel. Die Kirche wurde darauf zwar entweiht, doch war 1930 noch die barocke Einrichtung vorhanden, so der Hauptaltar aus dem Ende des 17. Jhs. mit guten Statuen und der nördliche Seitenaltar von 1670 mit Rankenwerk. 1949 wurde die Kirche völlig ausgeräumt und verfiel bis in die 1960-er Jahre zur Ruine, ehe ihre Nutzung als Werkstatt bzw. Garage erfolgte.
(Wilhelm Deuer: Kunstgeschichtliche Streifzüge durch die Gemeinde Brückl. In: Brückl, wo die Görtschitzi in die Gurk fließt)

Gemeinde

Brückl

Standort

Die Malerei befindet sich an der westlichen; der Straße zugewandten Fassade des Wohnhauses.
St. Gregorn 1
9371 Brückl

Entstehungszeit

1992

KünstlerIn

K. Ramschak

Eigentümer / Betreuer

Fam. Herbert Wotipka vulgo Haberl

Dazu im Lexikon