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Christophorus Kapelle

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2011

Christophorus Kapelle 1

Christophorus Kapelle - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2011

Christophorus Kapelle 2

Christophorus Kapelle - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2011

Christophorus Kapelle, hl. Christophorus

Christophorus Kapelle - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2011

Christophorus Kapelle 4

Christophorus Kapelle - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2011

Christophorus Kapelle, hl. Leonhard

Christophorus Kapelle - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2011

Christophorus Kapelle, hl. Laurentius

Christophorus Kapelle - Bild 6

Foto: LJ Brückl 2013

Christophorus Kapelle, Marienstatue

Christophorus Kapelle - Bild 7
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Beschreibung

Bei der Kapelle handelt es sich um einen nach Norden offenen halbrunden Bau mit einem geschweiften Zwiebelhelm, der mit Holzschindeln gedeckt ist. Sie wurde vom Klagenfurter Maurermeister Georg Osteritzer erbaut. Die Kapelle wurde zuletzt in den 1950-er Jahren restauriert und danach Mitte der 1970-er Jahre mit einem neuen Lärchenschindeldach eingedeckt.

Legende, Geschichte, Sage

Die Christophorus Kapelle am Christofberg ist bei den alljährlichen Fronleichnamsprozessionen die letzte Station. Die Fronleichnamsfeier wird am Christofberg allerdings immer erst im Juli abgehalten.

Der Christofberg ist auch heute noch Ziel von Wallfahrten. So kommen u. a. im Frühling vor der Bittwoche Wallfahrer aus Eisenkappel und am 10. August Wallfahrer aus Zellpfarre hierher. Am Bittdienstag vor Christi Himmelfahrt ist der Christofberg Ziel einer Bittprozession.

In früheren Zeiten wurden wesentlich mehr Wallfahrten auf den Christofberg abgehalten als heute. So kamen die Gläubigen am Dreinagelfreitag nach Ostern und den zwei folgenden Freitagen, ferner am Sonntag nach Fronleichnam, am 25. Juli und am 10. August hierher, um für die Abwehr von Hunger, Hagelschlag, Feuer und Pest, ebenso wie für Gesundheit und Erntesegen zu beten. Am Christofberg wird der hl. Chistophorus auch als "Brotheiliger" verehrt, obwohl als solcher eigentlich der hl. Apostel Jakobus d. Ältere gilt, dessen Fest mit dem des hl. Christophorus zusammenfällt (25. Juli).

Eine alte Sage berichtet, dass der Ungarnkönig Matthias Corvinius als er 1490 starb, mit seinen Rittern in den Christofberg einzog. Dort sitzt er nun in einer Höhle an einem steinernen Tisch und schläft. Jedesmal um Mitternacht springt er auf, reißt sein Schwert aus der Scheide und schärft es. Seine Gefährten tun desgleichen. Das dauert bis 1 Uhr nachts. Dann steckt er sein Schwert ein und alle versinken wieder in den Schlaf. Wenn das Barthaar des Königs den Tisch jedoch dreimal umwachsen haben wird, so die Legende, wird Corvinius Späher auf die Erde aussenden und falls diese mit der richtigen Botschaft zu ihm zurückkehren seine Ritter wecken, sie unter einem schattenreichen Lindenbaum versammeln und mit ihnen zum Kampf gegen die Feinde des christlichen Glaubens antreten.
Eine andere Variante der Sage spricht davon, dass wenn die Ameisen (gemeint sind vermutlich die Wallfahrer) den Berg nicht mehr besteigen, wird König Matthias Corvinius mit seinen schwarzen Rittern aus dem Berg hervorbrechen und für den wahren Glauben kämpfen.

Eine weitere Legende erzählt, wie die Wallfahrten auf den Christofberg entstanden:
Der hl. Christophorus thronte in altersgrauen Zeiten in der Kirche am Ursulaberg (im heutigen Slowenien an der einstigen kärntnerisch-steirischen Grenze) und verhalf durch seine Fürbitten den Bauern zu reichem Erntesegen und zu großem Wohlstand. Anstatt jedoch dem hl. Christophorus in Andacht und Gebet dafür zu danken, verbrachten die Leute die ihm geweihten Tage mit Spiel und Tanz. Darüber ergrimmte der Heilige und beschloss die sündigen Menschen zu verlassen. Er wanderte fort und kam schließlich müde und hungrig zu einem Bauernhaus auf dem Christofberg, vor das eine Bäuerin einige frisch gebackene Brotlaibe zum Auskühlen auf die Hausbank gelegt hatte. St. Christophorus verzehrte diese mit Heißhunger. Als dann die Bäuerin erschien, um nach den Laiben zu sehen und ihn nach den verschwundenen Broten fragte, bekannte er treuherzig sein Vergehen. Doch sie grollte ihm nicht. Da die Leute auf dem Berg so fromm und mildtätig waren, blieb Christophorus dann an dieser Stätte, in deren Nähe ihm bald eine Kirche errichtet wurde. Und seitdem pilgern nun die Bauern aus Slowenien und dem Kärntner Unterland auf den Christofberg, um den Heiligen wieder zu versöhnen.

Motive / Inschriften

Neben einem volkstümlichen Christophorusbild besitzt die Kapelle eine Darstellung der hll. Laurentius und Leonhard. Darüber befindet sich die Heiligen-Geist-Taube.
Auf der Unterseite des vorkragenden Daches ist das Auge Gottes zu sehen und über der Bogenöffnung steht zu lesen: "Vor Hunger, Best und Schawsgfahr S. Christoph dises Land bewahr", wobei die römischen Ziffern addiert das Jahr 1782 ergeben.

Gemeinde

Brückl

Standort

Die Kapelle ist in die südliche Friedhofsmauer einbezogen.
Christofberg
9064 Pischeldorf

Entstehungszeit

1782

Eigentümer / Betreuer

Pfarre St. Filippen

Dazu im Lexikon